Kliniktasche für den Partner: die Packliste für werdende Papas
Hand aufs Herz: Beim Thema Kliniktasche denken wir alle sofort an Mama und Baby – und der Partner? Der steht am Ende mit knurrendem Magen, leerem Handy und in derselben Jeans seit 14 Stunden im Kreißsaal. Dabei ist eine gut gepackte Papa-Tasche echtes Gold wert. Denn nur wer selbst versorgt ist, kann dir während der Geburt der Fels in der Brandung sein, den du gerade brauchst. Hier kommt die Liste, die ich mir für uns zusammengestellt habe.
Warum der Partner eine eigene Tasche braucht
Eine Geburt kann sich ziehen – manchmal über viele Stunden, manchmal über einen ganzen Tag und eine Nacht. In dieser Zeit ist dein Partner Massage-Kraft, Foto-Verantwortlicher, Mutmacher und Snack-Beschaffer in einem. Wer da selbst hungrig, durstig und todmüde ist, kann schlecht Kraft geben. Eine eigene kleine Tasche sorgt dafür, dass Papa einsatzbereit bleibt – und deine Tasche nicht mit seinem Kram vollgestopft wird.
Kleiner Tipp aus Erfahrung: Packt die Partner-Tasche gemeinsam an einem gemütlichen Abend und stellt sie ab etwa der 36. Woche griffbereit neben deine Kliniktasche.
Verpflegung – das A und O
Der Klassiker unter den Anfängerfehlern: Papa verschwindet zur Nahrungssuche und verpasst genau den entscheidenden Moment. Deshalb lieber vorsorgen – mit Proviant, der lange satt macht und nicht stört. Snacks wie Nüsse, Müsliriegel, Traubenzucker und etwas Herzhaftes für die lange Nacht könnt ihr einfach beim nächsten Einkauf mitnehmen, dazu eine große Wasserflasche. Und für den schönsten Moment: ein richtig leckerer alkoholfreier Drink zum Anstoßen, wenn euer Baby endlich da ist. Viel schöner als schnödes Wasser.
Technik & Zeitvertreib
Zwischen den Wehen gibt es oft lange Wartephasen – und nichts ist ärgerlicher als ein Handy, das im wichtigsten Moment schlappmacht. Schließlich sollen die allerersten Fotos von eurem Baby ja auch gelingen.
Powerbank: das wichtigste Teil überhaupt, am besten voll geladen.
Ladegerät + langes Ladekabel (2 m): man weiß nie, wo im Kreißsaal die Steckdose ist – kurze Kabel sind da der Frust schlechthin.
Tablet mit heruntergeladenen Filmen/Serien: gegen die Langeweile in den ruhigen Phasen (offline gespeichert, das WLAN in Kliniken ist oft mau).
Kopfhörer: für Musik oder einen Podcast zwischendurch.
Und mein persönlicher Herzens-Tipp: eine Sofortbildkamera. Neben dem Handy macht eine Polaroid- bzw. Instax-Kamera von z. B. Fujifilm das allererste Bild zum Anfassen – so ein kleines Sofortbild vom frisch geborenen Baby ist eine Erinnerung, die man für immer behält.
Das allererste Foto zum Anfassen
Dein Handy ist ruckzuck voll mit Fotos, aber ein echtes Bild zum Festhalten hat etwas ganz Besonderes. Mit einer Sofortbildkamera hältst du das allererste Foto von eurem Baby sofort in der Hand, noch im Kreißsaal. So ein kleines Sofortbild wandert später ins Erinnerungsalbum, ans Babybett oder ins Tagebuch. Für mich eine der schönsten Kleinigkeiten in der Kliniktasche, die kaum Platz braucht und ein Andenken fürs Leben schenkt.
Kleidung & Komfort für Papa
Kreißsäle sind oft warm, die Nächte lang. Bequeme Sachen und ein bisschen Frische machen einen riesigen Unterschied – nach 20 Stunden weiß man das zu schätzen.
Wechsel-T-Shirt, bequeme (kurze) Hose und frische Unterwäsche zum Wechseln
Warme Socken für die klimatisierten Gänge
Zahnbürste, Deo und ein kleiner Kulturbeutel – nach vielen Stunden ein Segen
Lippenbalsam für ihn – und pack am besten gleich einen zweiten für dich ein, falls du deinen vergisst
Ein Nackenkissen fürs Nickerchen auf dem Klappstuhl
Ein Geheimtipp, den ich von den Frauen abgeschaut habe: bequeme, abwaschbare Badelatschen. Im Kreißsaal will keiner in Straßenschuhen oder auf Socken über den Boden laufen – und abwaschbar sind sie ruckzuck wieder sauber.
Womit Papa dich unterstützen kann
Die schönsten Sachen in der Tasche sind die, mit denen dein Partner dir die Geburt ein bisschen leichter macht.
Massageöl: damit er dir Rücken und Schultern zwischen den Wehen massieren kann – das tut so gut.
Handventilator: unter der Geburt wird dir schnell heiß; ein kleiner Ventilator, mit dem er dir Luft zufächelt, ist eine Wohltat.
Wasser & Strohhalm: damit er dir zwischendurch zu trinken geben kann, ohne dass du dich aufsetzen musst.
Organisation & Dokumente
Dein Partner ist oft der ruhige Pol, der den Überblick behält, während du dich ganz auf die Geburt konzentrierst.
Mutterpass, Ausweise, Versicherungskarte und Einweisung griffbereit
Etwas Bargeld und Kleingeld für Parkhaus und Automaten
Notizzettel & Stift für Uhrzeiten, Fragen ans Personal und die ersten Daten eures Babys
Nach der Geburt
Wenn euer Baby da ist, beginnt die schönste Phase – und ein bisschen Vorbereitung macht sie noch schöner.
Ein Gedanke, den ich besonders schön finde: das sogenannte „Push Present“ – ein kleines Geschenk vom Partner an die Mama, als Dankeschön für diese unglaubliche Leistung. Ob Schmuckstück, personalisierte Kleinigkeit oder Herzensgeschenk: In der Tasche versteckt und im richtigen Moment überreicht, ist das ein Moment zum Weinen (im schönsten Sinne). Dazu schreibe ich dir bald einen eigenen Beitrag.
Und für den ersten gemeinsamen Toast auf euer neues Familienmitglied: der leckere alkoholfreie Drink von oben. Ladegerät nicht vergessen, damit die ersten Fotos direkt bei Oma und Opa landen.
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