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Kliniktasche packen: Was du wirklich brauchst

Lilly Veluna
25. Mai
4 Min. Lesezeit

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In ein paar Wochen werde ich Mama. Und ich packe gerade meine eigene Kliniktasche – ehrlich gesagt war ich überwältigt davon, wie viele Ratgeber mir Dinge empfehlen, die die Klinik sowieso stellt. Deshalb habe ich direkt bei meiner Klinik nachgeschaut, was sie bereitstellen – und alles andere gestrichen. Was übrig bleibt, ist diese Liste.


Ab der 37. Schwangerschaftswoche sollte deine Tasche fertig gepackt bereitstehen. Nicht weil Panik angebracht wäre – sondern weil du dann den Kopf frei hast für die schönen Dinge. Und weil Babys manchmal früher kommen als geplant.


Was die Klinik bereits stellt – das kannst du weglassen

Bevor du anfängst zu packen: Frag kurz bei deiner Klinik nach, was bereitgestellt wird. In vielen Kliniken sind das:

  • Stilleinlagen (Einweg)

  • Wochenbett-Binden (Einweg)

  • Wochenbett-Netzhöschen (Einweg)

  • Hand- und Duschtücher

  • Babykleidung und Babyschlafsack (zur Ausleihe)

  • Babywindeln (Einweg)

Das ist eine ganze Menge – und alles, was du nicht einpackst, ist Gewicht, das du dir sparst.


Meine Packliste

Für die Geburt selbst

  • Bequeme Kleidung – Weit, weich und am besten vorne zu öffnen. Knöpfe oder Reißverschluss machen Haut-zu-Haut-Kontakt direkt nach der Geburt viel einfacher. Ein altes Nachthemd oder Geburtskleid ist ideal. Es können Flecken entstehen, also nichts einpacken, was dir lieb ist.

  • Warme Socken – Klingt banal, ist aber einer der am häufigsten vergessenen Punkte. Zwei Paar. Deine Füße werden kalt, auch im Sommer.

  • Lippenpflege – Durch das Atmen und Pressen werden die Lippen extrem trocken. Eine kleine Tube, die du in der Handtasche griffbereit hast.

  • Trinkflasche mit Strohhalm – Einer der besten Tipps, den du bekommen kannst. Beim Pressen und Atmen brauchst du ständig Wasser – und keine zwei Hände, um eine Flasche zu öffnen. Der Stanley ist der Klassiker: hält Wasser stundenlang kalt, ist robust und spülmaschinenfest.

  • Snacks – Die Klinik versorgt dich, aber nicht unbedingt dann, wenn du Hunger hast. Energieriegel, Nüsse, ein bisschen Schokolade – pack ein, was dich glücklich macht.

  • Badelatschen – Nicht irgendwelche Hausschuhe. Wichtig: Sie müssen nass werden dürfen. Für die Dusche, die Gänge, den Kreißsaal-Flur. Badelatschen mit Gummisohle sind perfekt – nach der Klinik einfach abspülen, fertig.

  • Bikini – Falls deine Klinik eine Geburtswanne hat, ist ein Bikinioberteil praktisch. Den hat fast jede zuhause – einfach nicht vergessen einzupacken.

  • Musik – Nicht über den Handylautsprecher. Ein kleiner Bluetooth-Speaker macht einen echten Unterschied – deine Playlist, dein Raum, deine Atmosphäre.

  • Haargummi und Haarklammer – Beim Pressen willst du keine Haare im Gesicht.


Für den Klinikaufenthalt (2–4 Tage)

  • Still-BHs – Eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Mindestens 2–3 Stück, ohne Bügel. Kauf sie eine Nummer größer, als du denkst – deine Brust wird nach der Geburt größer sein als erwartet.

  • Lansinoh Intim-Dusche – Eines der wichtigsten Dinge, die du einpacken kannst, auch wenn kaum jemand darüber spricht. Nach der Geburt ist die sanfte Reinigung mit einer Flasche deutlich angenehmer als ohne.

  • Bequeme Kleidung für danach – Denk an die Größe vom 6. Schwangerschaftsmonat. Nicht deine normale Größe, noch nicht. Lockere Shirts, eine weiche Hose, ein Morgenmantel, wenn du magst.

  • Toilettenartikel – Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, dein gewohntes Duschgel. Das Vertraute riecht nach Zuhause, und das tut gut.

  • Nippelcreme – Auch wenn du noch nicht weißt, ob du stillst. Lansinoh HPA Lanolin ist der Klassiker: muss vor dem Stillen nicht abgewischt werden, riecht nach nichts. Schmerzt weniger, wenn du vorgesorgt hast.

  • Ladekabel für dein Handy (2 m) – Wirst du nicht vergessen. Aber nimm unbedingt ein langes – in der Klinik sind die Steckdosen selten in Reichweite. 2 m bedeutet, du kannst laden und trotzdem entspannt im Bett liegen.

  • Persönliche Kleinigkeiten – Massageöl, Affirmationskarten, dein Lieblingskissen, wenn du magst. Was dich beruhigt und erdet, gehört mit.

  • Kleingeld – Für den Automaten, falls du nachts Hunger bekommst und die Cafeteria zu hat.


Für dein Baby (für die Heimreise)

Die Klinik kleidet dein Baby während des Aufenthalts – du musst also nicht die halbe Erstausstattung einpacken. Für die Heimfahrt brauchst du:

  • Body

  • Strampelanzug

  • Mütze

  • Jacke passend zur Jahreszeit

  • Decke (je nach Wetter)

  • Babyschale (für Neugeborene zugelassen, vorab im Auto montieren)

Größe 50 für Neugeborene. Viele kaufen direkt 56 – das ist auch okay, Babys wachsen schnell.


Dokumente – bitte nicht vergessen

  • Krankenkassenkarte

  • Personalausweis oder Pass

  • Mutterpass

  • Blutgruppenausweis (falls vorhanden)

  • Allergiepass (falls vorhanden)

Kleiner Hinweis: Was genau benötigt wird, hängt vom Land und von der Klinik ab. Frag kurz bei deiner Frauenärztin oder Hebamme nach, was du wirklich physisch mitbringen musst.


Mein Tipp zur Tasche selbst

Ein Tipp, den ich von vielen Mamas gehört habe: Pack die Sachen für den Kreißsaal separat in eine kleine Tasche oder einen Kulturbeutel – Lippenpflege, Socken, Snacks, Ladekabel. So muss niemand in der großen Tasche wühlen, wenn es losgeht, und du hast alles griffbereit ohne Stress.

Ich wünsche dir eine gute Geburt. 🌙



Meine Empfehlungen auf einen Blick

👉 Stanley Trinkflasche mit Strohhalm – Beim Pressen brauchst du ständig Wasser und hast keine zwei Hände. Hält stundenlang kalt, spülmaschinenfest.

👉 Lansinoh HPA Lanolin Nippelcreme – Geruchlos, muss vor dem Stillen nicht abgewischt werden. Der Klassiker, von Hebammen empfohlen.

👉 Lansinoh Intim-Dusche 360 ml – Kaum jemand spricht darüber, aber alle, die sie hatten, sind froh. Sanfte Reinigung nach der Geburt.

👉 Still-BH ohne Bügel – Ohne Bügel, einhändig zu öffnen. Eine Nummer größer kaufen als gewohnt. Mindestens 2–3 Stück einpacken.

👉 Lippenpflege – Klein, leicht, unverzichtbar. Griffbereit in der Handtasche verstauen.

👉 Langes Ladekabel 2 m – In der Klinik sind die Steckdosen selten in Reichweite. Kompatibel mit iPhone und USB-C.

👉 Badelatschen – Rutschfeste Gummisohle, dürfen nass werden, nach der Klinik einfach abspülen.

👉 Kulturbeutel – Ideal für die Kreißsaal-Essentials. Alles griffbereit, ohne in der großen Tasche zu wühlen.

👉 Reisetasche – Groß genug für alles, leicht zu öffnen. Keine spezielle „Kliniktasche“ nötig.



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